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Revival History

Dieser Bereich soll euch einen detaillierten Überblick über die bisherigen Revival-Projekte geben. Letztendlich hat alles mit den Bemühungen von Richard Hatch angefangen.

Tom DeSanto und sein „Team Galactica“ (November 2001):

Bryan Singer und Tom DeSanto (22.02.2001):

Das „Biodome-Projekt“ von Bonnie Hammer/SciFi-Channel (17.01.2001):

www.battlestarmovie.com - Das Larson/Moyer-Projekt (März 1999):

Richard Hatch (Apollo); „The Second Coming“ (seit ca. 1996):


Tom DeSanto und sein „Team Galactica“ (November 2001):

Nach dem Ausstieg von Bryan Singer blieb Tom DeSanto seiner großen Liebe Kampfstern Galactica treu. Um sein durch diesen Ausstieg gefährdetes Projekt am Leben zu halten und voranzutreiben, verzichtete er weiterhin freiwillig auf eine Teilnahme an X-Men2.

http://www.cinescape.com/0/Editorial.asp?aff_id=0&this_cat=Television&action=page&obj_id=31025

Er versuchte FOX-Broadcasting davon zu überzeugen, auch nach dem Ausstieg von Bryan Singer (der sich nach Meinung von FOX-Movie stattdessen zeitgleich vollständig auf X-Men2 konzentrieren soll) an den Kampfstern Galactica Plänen festzuhalten. Dabei erhielt er von der wachsenden Fangemeinde eine Unterstützung wie vorher nur Richard Hatch.

Die Fans forderten dazu auf, die Online-Petitionen zu unterzeichnen, um FOX klarzumachen, daß die Fangemeinde groß genug sei.

Richard Hatch gab Tom DeSanto erneut seine volle Rückendeckung, indem er nochmals erklärte, daß Kampfstern Galactica in keinen besseren Händen sein könnte.

http://www.richardhatch.com/news_insights/nov9_2001.html

Während Tom DeSanto zumindest auf einige der Originaldarsteller in der neuen Serie zurückgreifen wollte (z.B. Dirk Benedict als Starbuck), war FOX der jedoch der Ansicht, daß eine neue Produktion durch eine Beteiligung von Originaldarstellern von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre – umso mehr ohne den Zuschauer- und somit kassebringenden Namen Bryan Singer.

Regisseur Nicholas Meyer (STAR TREK II: Der Zorn des Khan) war im Gespräch, Singers Platz einzunehmen, jedoch zeigte FOX absolut kein Interesse.

http://www.trektoday.com/news/161101_03.shtml

Durch die 10.000 Unterschriften der Online-Petition (mittlerweile über 15.000) zeigte sich FOX kurzfristig überrascht (innerhalb von eineinhalb Wochen kam es zu fast 8000 neuen Online-Unterschriften), so daß der erwartete Ausstieg von FOX vorerst noch ausblieb.

http://www.corona.bc.ca/tp/scoops/archives/011119s.html#battlesaga (vom 20.11.2001)

Kurze Zeit später erklärte FOX jedoch den endgültigen Rückzug aus dem Projekt.

Dennoch war die Online-Petition ein Erfolg, denn Universal zeigte sich beeindruckt von dem Echo der Fans und gestattete Tom DeSanto, sein Projekt auf kleiner Flamme voranzutreiben und für die angedachte neue Serie eine neue Heimat zu suchen.
Dazu verhandelte er mit verschiedenen Sendern (u.a. UPN) und suchte nach einem neuen Regisseur.
Im März 2002 verkündeten StudiosUSA/Universal, daß man nun doch den Pilotfilm auf eigene Faust drehen würde. Als Drehbeginn wurde Juli 2002 genannt.

Am 01. April 2002 spukten die mittlerweile traditionellen Revival-Aprilscherze durchs Internet, so daß die Fans die Mitteilung vom 02.April 2002 erstmal nur für einen verspäteten Aprilscherz hielten. Doch wie sich kurze Zeit später herausstellen sollte, war es keiner...

Tom DeSanto war auf extrem unfeine Art und Weise abserviert worden. Er selbst ebenfalls erst aus der Pressemitteilung erfahren, daß der SciFi-Channel (eine Universal-Tochter) eine eigene Kampfstern Galactica Produktion in Auftrag gegeben hatte und sein Projekt damit offenbar gecancelt worden war.

Das beharrliche Schweigen von DeSanto (und vorher Singer und DeSanto) bezüglich allem was die neue Produktion anbelangte, könnte einer der Gründe für diese Entwicklung sein, denn durch Schweigen war es nicht möglich, rechtzeitig ein derart großes Interesse an der neuen Produktion zu wecken, daß es für FOX gar kein zurück mehr gegeben hätte.

Auf der anderen Seite ist es auch verständlich, daß sich die beiden nicht so sehr in die Karten gucken lassen wollten. Tom DeSanto erklärte dieses einmal so: Er wolle es sich einfach nicht nehmen lasse, die Fans zu überraschen. Vorher zu viel zu verraten, wäre so als ob man einem Kind bereits Wochen vor Weihnachten erzählt, was man ihm schenken wird.

Mittlerweile ist durchgesickert wie sich Tom DeSanto die Eröffungsszene des neuen Pilotfilms ausgemahlt hatte:

"Interior - Galactica bridge:
Close-up on bridge railing. A match strikes across the railing. Camera follows the match as it is raised to light a fumarello. A couple of puffs send smoke into the air as the camera reveals: Starbuck.
Starbuck is standing on the command deck of the Galactica next to a Rigel-like character who is giving instructions to an arriving shuttle.
[Of further interest: The Galactica bridge set is almost the SAME; it is approximately ten feet longer and resembles Ralph McQuarrie's 1978 pre-production sketches, ie. large blue tactical viewscreens.]
Folks, this is a very, very small taste of what awaits ‚Battlestar Galactica‘ fans/future viewers -- and right now, we'll NEVER see it realized with this new ‚re-imagined‘ production from the Sci-Fi Channel.“

„Innenaufnahme – Brücke der Galactica:
Close-up der Reling der Brücke. Ein Streichholz wird an der Reling entzündet. Die Kamera folgt dem Streichholz während es angehoben wird, um eine Zigarre zu entzünden. Ein paar Züge senden Rauch in die Luft während die Kamera langsam Starbuck enthüllt.
Starbuck steht auf dem Kommando-Deck der Galactica neben einem Rigel-ähnlichen Besatzungsmitglied, welches einem ankommenden Shuttle Instruktionen erteilt.
[Von weiterem Interesse: Die Brücke der Galactica ist fast gleich geblieben; sie ist ca. 3 Meter länger und ähnelt den Vorproduktionsentwürfen von Ralph McQuarrie aus dem Jahre 1978, z.B. große blaue taktische Sichtschirme.]“

Allerdings werden wir aufgrund der neuen Pläne des SciFi-Channel wohl nicht mehr in den Genuß dieser Szene kommen.

Tom DeSanto hat seinen Traum jedoch immer noch nicht aufgegen und hinter den Kulissen tobt ein unerbittlicher Kampf um die Fortsetzung der Kultserie Kampfstern Galactica. Dabei hat die Mehrheit der Fans klar Stellung pro Tom DeSanto bezogen. Die Zeit wird zeigen, was Universal von der Meinung der Fans hält...


Bryan Singer und Tom DeSanto (22.02.2001):

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22.02.2001
Nach einem Variety-Bericht unterschrieb Bryan Singer (Regisseur von X-Men) einen Vertrag mit StudiosUSA (Universal-Tochter), um zusammen mit seinem Partner Tom DeSanto (Produzemt von X-Men) die Kultserie Kampfstern Galactica neu zu erfinden.
Sofern es nicht mit seinem Zeitplan für X-Men2 kollidiert, will Singer für den Pilotfilm selbst die Regie übernehmen.

Singer: „Die Lektion, die ich bei X-Men gelernt habe, ist, einen gesunden Respekt vor den Fans einer etablierten Science-Fiction Geschichte zu haben und ich bin überzeugt, daß Kampfstern Galactica ein schlafender Gigant ist.

http://www.cinescape.com/0/Editorial.asp?aff_id=0&this_cat=Movies&action=page&obj_id=8568

Der Präsident der USA Television Production Group, David Kissinger, erzählte Variety, daß er trotz zahlreicher Bitten der Fans nie daran gedacht hätte, Kampfstern Galactica wiederzubeleben, bis Bryan Singer und Tom DeSanto mit ihrer Idee zu ihm kamen. „Ich habe mir niemals träumen lassen, daß eine Filmgröße von Bryan Singers Klasse Hard-Core-Fan genug sein könnte, daß er diese Geschichte als lohnenswert erachten würde. Vor dem ersten Treffen, hatte ich Bedenken, daß er vielleicht nur so ein weiterer Kino-Typ sei, der einer TV-Serie seinen Namen aufdrücken will, aber es war sofort klar, daß dem nicht so ist. Er hatte schon sehr weitreichende Pläne hinsichtlich der Serie ausgearbeitet. Die visuellen Effekte, die ihm vorschweben, suchen ihresgleichen.“

Variety berichtete weiterhin, daß auch Glen Larson mit von der Partie sei, jedoch blieb unklar in welchem Ausmaß er involviert ist.

Nach dieser Ankündigung herrschte unter den Fans Aufbruchstimmung und Besorgnis zugleich. Auf der einen Seite herrschte Erleichterung darüber, daß Bonnie Hammers Projekt damit endgültig aus dem Rennen sein durfte. Desweiteren waren die Fans glücklich darüber, daß sich zwei Produzenten des Kampfstern Galactica Projektes annahmen, die bereits bei X-Men bewiesen hatten, daß sie die Sorge der Fans ernst nehmen und in der Lage sind eine solche Materie auf eine Art und Wiese zu behandeln, die dem Original treu bleibt.

Auf der anderen Seite herrschte auch Besorgnis, da die ersten Äußerungen auf ein Remake schließen ließen. Desweiteren wußte niemand in welchem Ausmaß Glen Larson beteiligt war, dessen eigene Revival-Pläne von der Mehrheit der Fans bekämpft worden waren.

Außerdem war den Fans bekannt, daß Universal in der Vergangenheit leider nicht sehr viel für Kampfstern Galactica übrig hatte, was irgendwie wieder recht gut durch die Äußerungen Kissingers zum Ausdruck kam.
Irgendwie hat Universal nie begriffen, was die Faszination an Kampfstern Galactica ausmacht und folglich auch nicht, welches Potential in der Story steckt.

Dan Pasternack (StudiosUSA) zerstreute die Ängste der Fans, daß es ein Remake geben könnte. Zu Glen Larson bemerkte er, daß dieser eine beratende Funktion innehabe. Es sei den Verantwortlichen wichtig gewesen, daß Glen das neue Projekt absegne, um ihm den gebührenden Respekt zu zollen.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-tv.html?2001-02/23/14.00.tv

Richard Hatch (Apollo), der die Berichte und Erlärungen bezüglich des neuen Kampfstern Galactica Projektes aufmerksam verfolgt hatte, erklärte am 26.02.2001, daß er sehr glücklich darüber sei, daß Tom und Bryan die Serie zurückbringen, da sie anscheinend gewillt seien, dem Original treu zu bleiben und die Fans zu respektieren. Gleichzeitig rief er die Fans dazu auf, Tom und Bryan in ihren Bemühungen zu unterstützen und ihnen die Zeit zu geben, ihre eigene Vision weiterzuentwickeln.

http://www.canoe.ca/JamMoviesArtistsS/singer.html
http://www.scifi.com/scifiwire/art-tv.html?2001-02/26/10.00.tv

Zur Frage, wie sie auf Kampfstern Galactica gekommen seien, sagte Bryan Singer: „Wir waren auf dem Rückflugvon einer X-Men veranstaltung als ich Tom fragte, was wir als nächstes machen sollten. Er überlegte einen Moment und sagte dann ‚Battlestar Galactica‘. Kurze Zeit später schaute ich mir den alten Pilotfilm an, den Tom mir besorgt hatte und wußte was ihm vorschwebt.“
Tom DeSanto selbst erklärte: “Es gibt zwei Dinge, die ich schon immer machen wollte und die mich letztlich ins Filmgeschäft geführt haben. Zum einen X-Men, womit wir bereits sehr erfolgreich waren, und zum anderen Kampfstern Galactica.“

In der Folgezeit hörte man fast ausschließlich etwas von Tom DeSanto, was darauf schließen läßt, daß er die eigentliche treibende Kraft hinter dem Projekt war.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-sfc.html?2001-03/22/15.00.sfc

DeSanto gab bekannt, daß die Serie ein wenig in die Zukunft versetzt werde, und daß es wesentlich gefährlichere und furchteinflößendere Cylonen als Feinde geben wird. Desweiteren erklärte DeSanto, daß er sich auf ein bevorstehendes Treffen mit Richard Hatch freue, dessen Leidenschaft für Kampfstern Galactica er sehr bewundere.

http://www.cinescape.com/0/Editorial.asp?aff_id=0&this_cat=Movies&action=page&obj_id=31391

Billy Brown und Dan Angel, die als Schreiber angeheuert wurden, gaben am 28.06.2001 bekannt, daß einige der Originalcharaktere ‚wiederbelebt‘ werden sollten. Sie ließen jedoch offen, um welche es sich dabei handelt und ob diese dann von den Originaldarstellern porträtiert werden würden.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-sfc.html?2001-06/28/13.00.sfc

Am 29.06.2001 wurde bekanntgegeben, daß FOX einen zweistündigen Kampfstern Galactica Film geordert hat, welcher als Pilotfilm für eine mögliche Serie dienen soll.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-sfc.html?2001-06/29/12.00.sfc

Am 01.September 2001 wurde eine Online-Petition gestartet, in der die Fans die Berücksichtigung der Originaldarsteller im Rahmen der Fortsetzung fordern.
http://www.petitiononline.com/bsg2001a/

In der Zwischenzeit lief die Vorproduktion auf Hochtouren. Verschiedene Drehbuchfassungen wurden geschrieben, Kostüme wurden angefertigt, es wurde mit Darstellern verhandelt und einige Firmen wurden damit beauftragt, Entwürfe für Kulissen und eine neues furchteinflössenderes Outfit für die Cylonen zu entwerfen

12.10.2001:

Die neue Kampfstern Galactica Produktion entscheidet sich für Vancouver (British Columbia; Canada) als Drehort. Die Dreharbeiten sollen zwischen dem 11.12.2001 und dem 14.02.2002 stattfinden. Bryan Singer wird Regie führen.
Zwei Tage später findet ein erster Casting-Aufruf statt.

http://www.corona.bc.ca/tp/scoops/archives/011008s.html#battlestarshoot
http://www.comingsoon.net/cgi-bin/archive/fullnews.cgi?newsid1003108293,98767,

04.11.2001:
Es wird bestätigt, daß Bryan Singer aufgrund seines X-Men2 Engagements gezwungen ist, aus der neuen Kampfstern Galactica Produktion auszusteigen.
Produzent Tom DeSanto – die treibende Kraft hinter der neuen Serie – bleibt definitiv an Bord und sucht nach einem neuen Regisseur, der FOX zufriedenstellt und ein ähnliches Interesse an der Serie zeigt.
Das Skript ist fertig und die Kulissen in Vancouver sind bereits aufgebaut.
http://www.darkhorizons.com/news10/011105.htm



Das „Biodome-Projekt“ von Bonnie Hammer/SciFi-Channel (17.01.2001):

„Wenn zwei sich streiten ...“ muß sich Bonnie Hammer, Präsidentin des SciFi-Channel (einer StudiosUSA- und somit auch Universal-Tochter) gedacht haben als sie mit ihren eigenen Revival-Plänen die Fangemeinde erschütterte.
Am 29.06.2000 erklärte sie erstmal nur, daß der SciFi-Channel über die Produktion neuer Kampfstern Galactica Folgen ernsthaft nachdenke, was vor dem Hintergrund der beiden um die Gunst von Universal konkurrierenden Kampfstern-Projekte zu neuer Hoffnung bei den Fans führte.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-sfc.html?2000-06/29/09.00.sfc

Doch während das Larson-Camp und das Team um Richard Hatch noch immer auf grünes Licht für ihr jeweiliges Projekt hofften, erklärte Frau Hammer am 17.01.2001, daß der SciFi-Channel stattdessen eine eigene Kampfstern Galactica Produktion durchführen werde.

http://www.corona.bc.ca/tp/scoops/archives/010115s.html#battlestar

Die einzige Gemeinsamkeit der neuen Serie mit dem Original aus den 70er Jahren wäre der Name gewesen – neue Charaktere, KEINE Cylonen und KEINE Galactica.
Neuer Schwerpunkt der Serie sollte das Leben der Menschen der Flotte (also der Flüchtlinge) sein, welche auf einem neuen Hauptschiff in sog. Biodomes leben.

Von dem hierdurch ausgelösten massenhaften Fanprotest – schnell war die spöttische Rede von Battlecreek 90210 - zeigte sich Bonnie Hammer jedoch absolut unbeeindruckt. Sie war gewillt ihre Vision von Kampfstern Galactica durchzusetzen – egal ob das ganze dann noch etwas mit Kampfstern Galactica zu tun hatte oder nicht. Ähnliches Verhalten gegenüber anderen Serien und deren Fans hat sie bereits zu einer unter Science Fiction Fans recht unbeliebten Person gemacht. Durch ihr arrogantes und ignorantes Auftreten verschärften sich die Fanproteste zusehends.
Von diesem Projekt war schlagartig keine Rede mehr als am 22.02.2001 Bryan Singer und Tom DeSanto auf der Bildfläche erschienen. Die Fans skandierten „We HAMMERed Battlecreek 90210 down“ (in Anspielung auf Bonnie Hammer), allerdings muß man im Nachhinein sagen, daß es nicht der zunehmende Fanprotest war, der dieses Projekt auf Eis legte sondern lediglich das Auftauchen von Bryan Singer und Tom DeSanto.


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www.battlestarmovie.com - Das Larson/Moyer-Projekt (März 1999):

Nachdem Richard Hatch mit seinen Revival-Plänen zusehends das Interesse der Fans weckte, tauchte wie aus dem Nichts Glen Larson auf, der sich jahrelang überhaupt nicht für Kampfstern Galactica interessiert und seine Rechte an der Serie bereits 1978 an ABC-Television (gehörte Universal) verkauft hatte.

Obwohl Richard Hatch eine gemeinsame Produktion nicht ausschloß und auch mehrfach das Gespräch mit Larson suchte, lehnte dieser jedwede Zusammenarbeit mit Richard Hatch strikt ab.

Noch während Richard mit Universal verhandelte, erschien Im März 1999 ein Artikel in Variety, der einen neuen Kampfstern Galactica Film von Glen Larson in Zusammenarbeit mit Todd Moyer ankündigte. Todd Moyer – ganz nebenbei – ist mächtig stolz darauf, den „WingCommander“-Flop produziert zu haben.

Im Nachhinein stellte sich heraus, daß es sich bei dem „Artikel“, der in Variety erschienen war, um einen von Larson/Moyer bezahlten Beitrag (also lediglich um Werbung) handelte; wahrscheinlich ein Versuch von Larson/Moyer Fakten zu schaffen.
Bei dem neuen Film sollte es sich um eine 40 Millionen Dollar Produktion handeln, deren Dreharbeiten im Herbst 1999 in Luxemburg anlaufen sollten.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-film.html?1999-03/10/12.01.film

Die Story sollte von WingCommander- Autor Mike Finch geschrieben werden, und sollte in etwa dort fortgesetzt werden, wo die erste Staffel der Originalserie endete.
Allerdings sollte der Kampfstern Pegasus im Mittelpunkt der Geschichte stehen, welcher sich, befehligt von Commander Cain, auf der Suche nach dem verschwundenen Kampfstern Galactica und seiner Flüchtlingsflotte befindet und dabei zufällig die Erde entdeckt.
Diese wurde, wie sich herausstellt, in prähistorischen Zeiten durch den allerersten Kampfstern Namens Atlantis besiedelt. Dieser liegt seit grauer Vorzeit auf dem Boden des Atlantik verborgen und feiert nach der Ankunft von Cain und der Pegasus seine Auferstehung.
Desweiteren war neben Kampfsternen, die auf Planeten landen können, von Vipers die Rede, welche laufen können, und somit auch im Bodenkampf auf Planeten eingesetzt werden könnten (‚walking vipers‘).

http://www.ew.com/ew/archive/0,1798,1|26295|0|Battlestar%2bGalactica,00.html

Anmerkung: Die Existenz eines Kampfstern Atlantis ist mit der Originalgeschichte unvereinbar, da die Kampfsterne erst mehrere Jahrtausende später entwickelt wurden.

Einer der Gründe dafür, daß Larson die Geschichte um die Pegasus ansiedeln wollte, war, daß er nach dem Verkauf der Rechte an Kampfstern Galactica im Jahre 1978 lediglich die Rechte an der Pegasus und an einigen Charakteren der Serie besaß. Den Fokus der Serie auf die Pegasus zu legen, würde ihm erlauben, auch ohne Universals Zustimmung zu arbeiten.

In einer von Larson erhofften Fortsetzung als Serie sollten die Kampfsterne Pegasus und Atlantis die Galactica finden und sich den Weg zurück zu den verlorenen Kolonien freikämpfen.

Die Spezialeffekte für den Film sollten von Moyers Firma ‚No Prisoners IDFX‘ stammen, welche auch schon für die Spezialeffekt bei WingCommander verantwortlich war.

Die absolute Mehrheit der Fans lehnte Glen Larsons Projekt aufgrund seiner merkwürdigen Vorstellungen strikt ab.

Moyer erwähnte am 17.08.1999 gegenüber IGN Sci-Fi, daß die Dreharbeiten nun doch erst im Frühjahr 2000 beginnen würden. Die Produktionskosten bezifferte er auf 45-50 Millionen Dollar.
Gleichzeitig griff Moyer das Projekt von Richard Hatch scharf an und behauptete, daß Glen Larson die alleinigen Rechte an Kampfstern Galactica besäße und nicht Universal.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-film.html?1999-08/17/23.53.film

Am 07.10.1999 gab Larson in einem Interview mit der britischen Zeitschrift SFX bekannt, daß ihm jetzt ein 50-minütiger IMAX Film für sein Kampfstern Galactica Projekt vorschwebt. Darauf aufbauend könne er sich eine neue Fernsehserie vorstellen.

http://www.scifi.com/scifiwire/art-film.html?1999-10/07/16.37.film

Der Grund, weshalb Glen Larson trotz seiner Rechte an der Pegasus mit Universal verhandelte, dürfte die Finanzierung des Projektes gewesen sein. Wahrscheinlich war es der immense Fan-Protest der Universal davon abhielt sich an den hohen Produktionskosten zu beteiligen, was das Projekt dann wohl zu Fall brachte. Jedoch ist hierüber nie etwas bekannt geworden.

Angeblich ist auch von Larson und Moyer ein Trailer produziert worden. Dieses berichete zumindest DarkHorizons am 11.08.2000. Dieses war dann auch das letzte, was man von diesem Projekt bis heute gehört hat.

http://www.darkhorizons.com/news7/000811.htm

Die Internetseite Battlestarmovie.com versprach zwar in Kürze großartige Neuigkeiten zu präsentieren, sie wurde jedoch seit Mai 1999 nicht mehr upgedated und enthielt insgesamt nur wenige und dürftige, dafür aber beunruhigende Informationen. Es tat sich über Monate gar nichts – bis die Seite plötzlich verschwunden war, was von der absoluten Mehrheit der Fans frenetisch gefeiert wurde. Heute findet man im Internet unter dieser Adresse lediglich eine Pornoseite.


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Richard Hatch (Apollo); „The Second Coming“ (seit ca. 1996):

Über Jahre hinweg hat sich Richard Hatch (Apollo), der selbst ein großer Science Fiction Fan ist, darum bemüht, Universal (mittlerweile Vivendi Universal und Inhaber der Rechte an Kampfstern Galactica) vom Potential von Kampfstern Galactica zu überzeugen, und zu einer Fortsetzung der Serie zu bewegen.

Dabei hat Richard Hatch stets zum Ausdruck gebracht, daß es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, Kampfstern Galactica zurückzubringen, und daß es nicht unbedingt seine Vorstellung sein müsse, der man folgt, aber wenn Kampfstern Galactica zurückgebracht wird, dann solle man dem einzigartigen Geist der Serie treu bleiben und das Original mit Respekt behandeln, da dieses so viele Fans fasziniert hat und immer noch fasziniert.

Seine Vision des heutigen Kampfstern Galactica Universums beinhaltet, daß die Originalserie inhaltlich ca. 20-25 Jahre nach der letzten Folge der ersten Staffel („...“) fortgestzt wird. Das bedeutet, daß die mehr als peinliche zweite Staffel (Galactica 1980) völlig ignoriert wird. Die Erde ist also nie entdeckt worden. Lediglich das Material zur Episode „Das Geheimnis um Starbuck“ (der einzigen gelungenen Folge der zweiten Staffel) wollte er durch Rückblenden in die neue Serie einbauen, damit es den Fans in einer würdigen Form erhalten bleibt.

Nachdem die Flotte seit sehr vielen Jahren von den Cylonen völlig unbehelligt geblieben ist, glauben viele, daß man der tödlichen Bedrohung entkommen ist.
Die Stimmen derjenigen werden immer lauter, die fordern, daß man in einem geeigneten Sonnensystem wieder seßhaft werden solle, um sich eine neue Heimat zu schaffen. Apollo, der nach dem Tod seines Vaters Adama, das Kommando über die Galactica übernommen hat, versucht den Rat der Zwölf, davon zu überzeugen, daß es ein Fehler wäre, sich in Sicherheit zu wiegen. Doch seine mahnenden Worte finden wenig Gehör.

Seine Vorahnung bestätigt sich, als die Cylonen plötzlich wieder auftauchen. Das Cylonen-Imperium war von den Menschen unbemerkt durch einen Bürgerkrieg erschüttert worden, aus dem es jedoch verstärkt hervorgegangen ist und durch den es sich zu einer noch tödlicheren Bedrohung weiterentwickelt hat.

Richard wollte mit Kampfstern Galactica eine qualitativ hochwertige Science Fiction Serie produzieren. Seine Idee war es, das beste der Originalserie zu bewahren, die miesen (oft kitschigen) Elemente zu eliminieren und die ganze Geschichte zu verbessern und weiterzuentwickeln. Es sollten z.B. die Verbindungen zur Mythologie und dem Ursprung der irdischen Zivilisationen gepflegt und vertieft werden. Allgemein sollte Kampfstern Galactica mehr Tiefe und Drama erhalten, in einer Art und Weise, die die Menschen im Herzen und ihrer Seele berührt. Er wollte den Fans mehr als nur Spezialeffekte bieten, er wollte fesselnde und anspruchsvolle Geschichten erzählen.

Dabei schwebte ihm vor, daß die Originaldarsteller eine Art Brücke zu den jungen Darstellern der neuen Generation, die im Weltraum geboren und aufgewachsen ist, darstellen sollten. Einer Generation, die die Zerstörung und Vertreibung von den Heimatkolonien nicht miterlebt hat, sondern diese nur aus Erzählungen kennt. Die alten Kämpfer sollten ihre Erfahrungen an die jungen im Kampf noch unerfahrenen Kämpfer (unter ihnen die neuen Stars der Serie) weitergeben und sie ausbilden.

Diese Vision brachte er dem interessierten Publikum in vier Büchern nahe: „Battlestar Galactica: Armageddon“, „Battlestar Galactica: Warhawk“, „Battlestar Galactica: Resurrection“ und „Battlestar Galactica: Rebellion“.
Viele Fans kritisierten jedoch verschiedene Punkte an seinen Büchern sehr heftig. Richard, der immer der Meininug war, daß Kampfstern Galactica den Fans gehöre, war durchaus bereit, über diese Elemente mit sich reden zu lassen und sie ggfs. Zu ändern. Trotzdem entstand unter den Fans eine rege Debatte darüber, ob Richard in der Lage sei, der Serie neues Leben einzuhauchen.

Dieses änderte sich jedoch schlagartig als er 1999 seinen 4-1/2 minütigen professionellen Trailer („Battlestar Galactica: The Second Coming“) in San Diego auf der Comic Con uraufführte (gedreht 1998). Der Trailer bekam minutenlange stehende Ovationen – auch von nicht Kampfstern Galactica Fans. Bei vielen weckte er neues Interesse an Kampfstern Galactica. Auch aus sehr vielen zuvor extrem kritischen Fans wurden in 4-1/2 Minuten Anhänger seiner Revival-Pläne.
Mit dem Trailer schaffte er es die Fanszene neu zu beleben und diese hinter sich zu vereinigen.

Richard hatte den Trailer auf eigene Kosten produziert und dafür sogar sein Haus mit mehreren zehntausend Dollar belastet. Dieser sollte dazu dienen, Universal klarzumachen, welche Möglichkeiten Kampfstern Galactica ihnen bietet. Um die Verantwortlichen bei Universal von seinem Konzept für einen neuen Kampfstern Galactica Kinofilm und/oder Fernsehfilm bzw. eine Fernsehserie optisch zu überzeugen, führte Richard den Trailer verschiedenen von ihnen in verschiedenen Meetings vor.

Richard Hatch, der mehrere kapitalkräftige Sponsoren für sein Projekt gefunden hatte, unternahm sogar den Versuch Universal die Rechte an Kampfstern Galactica abzukaufen, als diese sich nicht für eine Produktion entschließen konnten. Doch Universal konnte sich weder dafür entscheiden ihm grünes Licht zu geben, noch ihm die Rechte zu verkaufen.