Die spektakulärsten Museen der Welt: Architektur und ikonische Sammlungen

Mal ehrlich, es gibt Museen, die sind so beeindruckend, dass man fast vergisst, warum man eigentlich gekommen ist. Man steht da, starrt auf die Architektur und denkt sich : „Moment, das Gebäude selbst ist ja schon Kunst.“ Genau darum geht’s hier – um diese Orte, wo die Hülle genauso spektakulär ist wie das, was drin steckt.

Das Guggenheim in Bilbao ist so ein Beispiel. Dieses Museum von Frank Gehry aus dem Jahr 1997 hat buchstäblich eine ganze Stadt verändert. Die Titan-Fassade glänzt im Sonnenlicht, die geschwungenen Formen wirken fast organisch. Und das Verrückte : Bilbao war vorher eher… naja, nicht gerade ein Touristenmagnet. Heute kommen Millionen wegen diesem Gebäude. Vielleicht interessiert dich auch, wie Architektur generell Städte prägt – schau mal auf https://chatelaillon-immo.com, dort wird diese Verbindung zwischen Gebäuden und urbaner Entwicklung ebenfalls thematisiert. Zurück zum Guggenheim : Die Sammlung konzentriert sich auf zeitgenössische Kunst, mit Werken von Rothko, Koons, Serra. Aber ich geb’s zu, manchmal überstrahlt das Gebäude sogar die Kunst.

Das Louvre in Paris muss man natürlich erwähnen. Die Glaspyramide von Ieoh Ming Pei aus 1989 hat damals für Aufruhr gesorgt – viele Pariser fanden sie furchtbar. Heute ? Unvorstellbar ohne. Das Museum selbst war ursprünglich ein Königspalast, und diese Mischung aus Renaissance-Architektur und moderner Geometrie funktioniert einfach. Mit über 35.000 ausgestellten Werken auf 60.000 Quadratmetern ist das Louvre das größte Kunstmuseum der Welt. Die Mona Lisa, die Venus von Milo, die Nike von Samothrake – alles Ikonen. Aber Vorsicht : An manchen Tagen fühlst du dich da eher wie in einer Sardinenbüchse.

Dann gibt’s das MoMA in New York. Von außen vielleicht nicht so spektakulär wie Bilbao, aber die Renovierung 2019 hat dem Ganzen neuen Schwung gegeben. Die Architektur von Yoshio Taniguchi schafft diese klaren, lichtdurchfluteten Räume, die perfekt für moderne Kunst sind. Und die Sammlung ? Van Gogh’s „Sternennacht“, Picasso’s „Les Demoiselles d’Avignon“, Warhol, Pollock – praktisch die gesamte Geschichte der modernen Kunst unter einem Dach. Ich finde, das MoMA hat diese Balance zwischen Gebäude und Inhalt perfekt hingekriegt.

Wenn Architektur selbst zum Kunstwerk wird

Das Tate Modern in London ist ein krasses Beispiel für gelungene Umnutzung. Ein altes Kraftwerk am Themseufer, umgebaut von Herzog & de Meuron. Die Turbinenhalle – 35 Meter hoch, 155 Meter lang – wird heute für riesige Installationen genutzt. Olafur Eliasson’s „The Weather Project“ 2003, wo er eine künstliche Sonne installierte, war legendär. Die industrielle Ästhetik bleibt erhalten, aber es entsteht was komplett Neues. Funktioniert richtig gut.

Das Rijksmuseum in Amsterdam hingegen ist pure niederländische Pracht. Das Gebäude von Pierre Cuypers aus 1885 kombiniert gotische und Renaissance-Elemente. Nach zehn Jahren Renovierung wurde es 2013 wiedereröffnet, und jetzt strahlt es wieder in vollem Glanz. Die Sammlung konzentriert sich natürlich auf niederländische Meister : Rembrandt’s „Nachtwache“ allein rechtfertigt schon den Besuch. Vermeer, Frans Hals, Jan Steen – das ist die Crème de la Crème der Goldenen Zeit.

Und dann das Niterói Contemporary Art Museum in Brasilien. Kennst du vielleicht nicht, aber Oscar Niemeyer hat da 1996 was Unglaubliches geschaffen. Das Ding sieht aus wie ein UFO, das gerade über der Guanabara-Bucht schwebt. Die futuristische Schalenform auf einem schmalen Stiel, der Blick auf Rio de Janeiro – das ist schon beeindruckend. Die Sammlung mit brasilianischer zeitgenössischer Kunst ist solide, aber seien wir ehrlich : Hier kommt man wegen der Architektur.

Museen, die Geschichte atmen

Das British Museum in London ist was anderes – hier geht’s um Weltgeschichte. Das neoklassizistische Gebäude von Robert Smirke beherbergt acht Millionen Objekte. Der Rosetta-Stein, die Elgin-Marbles vom Parthenon, ägyptische Mumien – das ist quasi die gesamte menschliche Zivilisation in einem Gebäude. Der Great Court mit dem Glasdach von Norman Foster ist übrigens ein architektonisches Highlight für sich.

Das Museo del Prado in Madrid konzentriert sich auf europäische Kunst bis zum 19. Jahrhundert. Das Gebäude von Juan de Villanueva aus 1819 ist elegant, klassisch, vielleicht nicht so spektakulär wie andere. Aber die Sammlung : Velázquez, Goya, Bosch, El Greco. „Las Meninas“ von Velázquez ist eines der rätselhaftesten Gemälde überhaupt – man kann stundenlang davor stehen und neue Details entdecken.

Was macht ein Museum wirklich spektakulär ? Ist es die Architektur ? Die Sammlung ? Oder diese magische Kombination aus beidem ? Ich glaube, die besten Museen schaffen es, dass man sich zwischen den Werken verliert, dass man die Zeit vergisst. Ob in einem futuristischen Gehry-Bau oder einem historischen Palast – am Ende geht’s darum, dass die Kunst atmen kann und wir als Besucher diese Atmosphäre spüren.